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Hauptsache billig?



Es ist leider schon fast zum Volkssport geworden, bei allem immer und überall den günstigsten Anbieter zu suchen. Immer mehr werden, die an und für sich schon günstigen Preise noch weiter nach unten verhandelt. Schnäppchenjäger haben Hochkonjunktur. Aber sind denn diese Schnäppchen auch wirklich Schnäppchen? Macht sich denn niemand mehr Gedanken darüber, dass Qualität auch seinen Preis hat?

Es macht den Anschein als komme dies tatsächlich viel zu wenig oft vor. Der aktuelle Pferdefleisch- und Hühnerskandal ist doch nicht wirklich ein Skandal, sondern nur ein logisches Resultat des Kundenwunsches nach immer noch billigeren Produkten. Ab einem gewissen Preis leidet leider meist die Qualität, oder es kann einfach keine höhere Qualität mehr erwartet werden. Die aktuellen Skandale sind wahrscheinlich nur die Spitze des Eisberges gewesen. Der steigende Druck auf die Unternehmen zwingt diese ja geradezu, an irgend einem „Rädchen“ zu schrauben. Drehen Sie als Kunde also dauernd am Preis-Rad, so sollten Sie nicht wirklich verwundert sein, wenn der Unternehmer dann auch am Leistungs- oder Qualitäts-Rad drehen muss. Dies geschieht dann so lange, bis der Kunde den Preis akzeptiert. Die Nachfrage nach immer billiger werdenden Produkten oder Leistungen kann also auch als ein entscheidendes Indiz für eine sinkende Qualität sein. Oft ist genau dieser Preisdruck dafür verantwortlich, dass billigere Produkte oder Leistungen (z.B. Schrauben, Bauteile, Baustoffe, Textilien, Fleisch, Dienstleistungen etc.) angeboten, respektive verwendet werden. Der Leidtragende von solchen zermürbenden Preiskämpfen ist am Schluss immer der Konsument. Am Spruch „Qualität hat seinen Preis“ ist eben doch etwas Wahres dran. 

André Tschumper
Geschäftsführer Agentur neun.li AG



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